Eine schwere Blutvergiftung ist inzwischen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland, nach Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Krebs. Bei rund 154 000 Menschen werde jedes Jahr eine Sepsis diagnostiziert, 60 000 Betroffene sterben daran, berichtete Professor Dr. Eugen Faist vom Klinikum der Ludwig-Maximilian-Universität München zum Auftakt des internationalen Kongresses «Trauma, Shock, Inflammation and Sepsis» in München. Weil die Behandlungsmöglichkeiten für alte Menschen oder auch für Schwerstverletzte von Jahr zu Jahr besser werden, gebe es immer mehr Patienten, die früher ihre Grunderkrankung gar nicht überlebt hätten, sagte der Tagungsleiter Faist. Diese Patienten seien aber besonders anfällig für Infektionen bis hin zur schweren Blutvergiftung, der Sepsis. Inzwischen würden deshalb jährlich 1,7 Milliarden Euro für die Behandlung dieser Patienten ausgegeben. Das sei fast ein Drittel der Gesamtaufwendungen der Intensivstationen.
Quelle: PZ
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