Joggen ruiniert die Kniegelenke

10. März 2010
von Apotheker

Sportlich Aktive trifft‘s besonders gern. Kalifornische Forscher haben beschwerdefreie Personen zwischen 45 und 55 untersucht. Mit überraschenden Ergebnissen.
In die Untersuchung gingen die Daten von 136 Frauen und 100 Männern ein, von denen keiner Gelenkbeschwerden angab. Die Teilnehmer wurden über ihre körperlichen Aktivitäten befragt, die mit der „Physical Activity Scale for the Eldery“ (PASE) gemessen wurden. Die Aktivität der Teilnehmer teilte man der Skala entsprechend in niedrig, mittel oder hoch ein. Dabei bedeutet ein hoher PASE-Wert mehrere Stunden Walking oder andere Sportarten in der Woche, heißt es in einer Mitteilung der Radiological Society of North America. Zusätzlich wurden die Knie der Studienteilnehmer von zwei Radiologen per Kernspin unter die Lupe genommen.
Fast die Hälfte der untersuchten Personen wies bereits Meniskusschäden auf. Der Knorpel war sogar in drei Viertel aller Fälle geschädigt, 40 % zeigten ein Knochenmarködem und bei 17 % fanden die Kollegen Bandschäden. Dabei waren die Knie von Personen, die das Gelenk durch Sport oder andere Formen der Bewegung stark beanspruchten, eindeutig schwerer geschädigt.
Sowohl die Häufigkeit von Schäden überhaupt als auch die Ausprägung der Läsionen waren mit dem PASE-Wert assoziiert, erklärt Dr. Christoph Stehling von der Radiologischen Universitätsklinik Münster, der sich zurzeit als Gastforscher an der University of California aufhält. Sportarten wie Laufen und Springen, bei denen das Körpergewicht auf den Kiegelenken lastet, dürften sich wesentlich ungünstiger auf die Knorpelgesundheit auswirken als zum Beispiel Schwimmen oder Radfahren.
Quelle: Medical Tribune

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