Lebensmittel können die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen

17. Januar 2012
von Frank Klesz

ernaehrungspyramideDass man Medikamente nicht mit einem Schluck Bier oder Wein hinunterspülen soll, weiß wohl jeder. Aber wie sieht es mit Milch oder Fruchtsaft aus? Hier wissen nur wenige Patienten, dass manche Arzneimittel in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden, wenn man sie zusammen mit bestimmten Nahrungs- und Genussmitteln einnimmt.

Der hessische Apothekerverband (HAV) hat daher zu diesem Thema eine Aufklärungsaktion unter dem Motto „Wechselwirkungen sind nicht lustig“ gestartet. Dazu werden Apotheken Plakate und Postkarten mit einem Motiv zur Verfügung gestellt, das zwar ein Schmunzeln erzeugen, aber dennoch auf sympathische Weise zum Nachdenken anregen soll, indem davor gewarnt wird, ein ernstes Thema auf die leichte Schulter zu nehmen. „Gerade Patienten, die erstmalig ein bestimmtes Arzneimittel anwenden, sollten sich in der Apotheke informieren, ob hier besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind“, so der stellvertretende HAV-Vorsitzende Hans Rudolf Diefenbach.

Die Aktion ist der Auftakt zu einer breiten öffentlichkeitswirksamen Aktion, mit der generell auf den Wettbewerb durch andere Vertriebskanäle (Internet, Drogerien etc. aufmerksam gemacht werden soll. Neben Wechselwirkungen werden in weiteren Plakataktionen im Februar und April dann auch Arzneimittelfälschungen und Polymedikation thematisiert. Denn nach Auffassung des HAV gibt es eine große Zahl von Argumenten, die für die Apotheke und gegen andere Vertriebskanäle sprechen. So können, gerade wenn es um das Thema Sicherheit und Beratung geht, Vor-Ort-Apotheken punkten.

Die Landesapothekerkammer Brandenburg übernimmt die Materialien der Hessen und stellt ihren Mitgliedern ebenfalls alle drei Plakat- und Postkartenmotive zur Verfügung. Kammer und Verband Bayern integrieren das Plakat und die Postkarten zum Thema Wechselwirkungen in ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit. Auch der Apothekerverband Mecklenburg-Vorpommern, die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt sowie die Apothekerkammer Westfalen-Lippe beteiligen sich an der Kampagne.
Quelle: springer-gup.de

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